09.02.2021 / Newsletter / Umwelt und Energie /

Öl verbrennen ist eine Technik von gestern

Die CVP-Fraktion teilt die Ziele des Regierungsrates für das neue Energiegesetz, insbesondere dass der CO2-Ausstoss bis spätestens 2050 auf Netto-Null gesenkt und mittelfristig auf Ölheizungen verzichtet werden soll.

Dabei muss aber eine ausreichende, umweltschonende, wirtschaftliche und sichere Energieversorgung weiterhin gewährleistet sein. Dies ist sicher eine Herausforderung – aber möglich. Die CVP ist erfreut über die Erkenntnis, dass es Gebäude gibt, die weiterhin auf Gasheizungen angewiesen sind. Diese könnten durch Biogaslösungen jedoch wesentlich klimaneutraler betrieben werden.
Eine deutliche Erhöhung der energetischen Sanierungsquote zur Steigerung der Energieeffizienz bei bestehenden Bauten ist richtig. Die Gesetzesrevision setzt aber auch bei Neubauten an, was die CVP begrüssen. Das ist alles auch im Interesse zukunftsorientierter und verantwortungsbewusster Hauseigentümer. Viele haben das auch längst erkannt und setzen auf erneuerbare Energien und nutzen mit moderner Technik und entsprechenden Materialen das vorhandene Energiesparpotential. Damit leisten diese Hauseigentümer nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Umweltpolitik, sondern haben auch längerfristig wirtschaftliche Vorteile.
Die CVP-Fraktion begrüsst auch die Förderbeiträge für die Sanierung von bestehenden Bauten. So entsteht ein zusätzlicher Anreiz für verstärkte Investitionen in klimaneutrale Gebäude und Heizsysteme. Damit werden lokale, innovative Haustechnik-Systeme gefördert und die wirtschaftliche Wertschöpfung bleibt vermehrt im Inland bei vielen KMUs der Bau- und Haustechnikbranche. Der Kanton Zürich wird im Energiebereich damit auch unabhängiger vom Ausland. Wir werden zwar für Wärmeerzeugung und auch für Mobilität noch einige Zeit von fossilen Brennstoffen abhängig sein. Aber es ist klar: Öl verbrennen ist eine Technik von gestern. Es gibt heute technisch und wirtschaftlich Intelligenteres!
Die CVP-Fraktion fordert in einigen Punkten realistischere oder privatwirtschaftlichere Lösungen und wird dies mit der Unterstützung von einigen Minderheitsanträgen unterstreichen. Das ist für die Akzeptanz einzelner Massnahmen unerlässlich. So sollen beispielsweise bisherige Leistungen der Hauseigentümer besser berücksichtigt werden. Der Kauf von Zertifikaten 20 Jahre voraus ist abschreckend und für die wenigsten finanzierbar. Das lehnen wir ab. Auch sind wir der Meinung, dass der Gesamtregierungsrat die Verantwortung über das Förderprogramm übernehmen muss.
Die Beratung des Energiegesetzes wird am 22. Februar fortgesetzt.

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