11.01.2021 / Newsletter / Bildung und Forschung /

Kein Verzicht auf Schulnoten

Eine von der CVP mitunterzeichnete parlamentarische Initiative will das Volksschulgesetz dahingehend ergänzen, dass die Beurteilung durch Notengebung zu erfolgen hat.

Denn es gibt vermehrt Lehrpersonen, welche während dem Semester keine klassischen Noten geben, sondern die Prüfungen mit Symbolen, Ampelsystemen, Kreuzchen oder Worten bewerten. Dies in der Meinung, dass die Kinder damit besser umgehen können. Doch die Bedürfnisse derjenigen Kinder, die eine klare Aussage zu ihren Leistungen wollen, werden damit nicht berücksichtigt. Auch werden manche Kinder diese alternativen Noten in klassische Noten umwandeln, um sich untereinander messen zu können. Zu hinterfragen ist auch, ob ein „Ungenügend“ in Worten geschrieben nicht demotivierender ist als eine 3.5.
Auch gibt es Stimmen, welche Noten in Semesterzeugnissen so spät wie möglich einführen wollen. Wir sind der Meinung, dass der gegenwärtige Usus durchaus Sinn macht. Heute werden in der 1. Klasse noch keine Noten vergeben. In der 2. und 3. Klasse gibt es nur in einzelnen Fächern Notenbewertungen. So werden die Kinder langsam an die Notengebung herangeführt. Benotungen werden die Kinder auch weiter im Leben begleiten, sei es in der Ausbildung oder im Berufsleben. Schulnoten schaffen Orientierung und können für die Schülerinnen und Schüler durchaus anspornend sein. Zudem ist es wichtig zu lernen, mit Misserfolgen umzugehen. Wichtig erscheint uns aber auch die Bewertung der Soft Skills, auf welche heute viel mehr Wert gelegt wird als früher. Die Bedeutung und Wertung dieser Soft Skills sollte dabei durchaus gleichwertig sein, wie die Benotung der mathematischen oder sprachlichen Fähigkeiten.

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