21.09.2020 / Newslettter / Gesundheit /

Schlüssel zur Pandemie-Beherrschung: Selbstverantwortung gepaart mit Solidarität mit Vulnerablen

Die Verfasser der dringlichen Interpellation "Tracing oder Virus - wer hat die Nase vorn?" sind der Ansicht, dass Testen und Tracing die wirksamsten Mittel zur Unterbrechung der Infektionsketten sind.

Mit dieser Behauptung mischen sie sich in einen Expertenstreit ein mit Fragen, die schon seit Beginn der Pandemie im Raum stehen. Dass die Datenlage fortlaufend verbessert werden muss, ist allen Verantwortlichen klar. Es zeigt sich auch, dass die Zahl der Infizierten in der Schweiz zurzeit nicht mit der Zahl der ernsthaft Erkrankten korreliert. Die Zahl der positiv Getesteten ist untauglich, um eine Belastung der Spitäler vorauszusagen. Deshalb auch muss die Teststrategie überarbeitet werden. In erster Linie sollten Erkrankte durch ihre Ärztinnen und Ärzte getestet werden und zuhause bleiben, bis sie gesund sind. Wer nicht krank ist, sondern nur unter Schnupfen oder Husten leidet, geht zur Arbeit und hält sich dort an die Hygiene- und Abstandsregeln oder trägt eine Maske. Kranke Kinder bleiben ebenfalls zu Hause. Verschnupfte und leicht erkältete Kinder sollten zur Schule gehen und auch in den KITAS betreut werden, denn Kinder sind nicht Treiber der Pandemie. Die CVP wartet also gespannt auf ein Konzept, sei es vom BAG oder von der Gesundheitsdirektion – ein Konzept, das auch während der Grippesaison umgesetzt werden kann.
Ergo: Dringliche Corona-Interpellationen sind unnötig und beleben höchstens das politische Covid-19-Geschäft. Offenbar gilt für die meisten Parteien der Grundsatz: «Hauptsache, wir haben darüber gesprochen!» Die CVP ist überzeugt, dass der Schlüssel zur Beherrschung der Pandemie die Selbstverantwortung des Einzelnen ist gepaart mit Solidarität mit vulnerablen Personen.

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