02.07.2020 / Communiqués / Bildung und Forschung /

CVP-Stipendienreform tritt endlich in Kraft

Seit 2009 hat die CVP Kanton Zürich eine Reform des Stipendienwesens gefordert. Nun hat der Regierungsrat endlich gehandelt und kommt mit der neuen Verordnung über die Ausbildungsbeiträge den meisten ihrer Forderungen nach. Für die CVP ist klar: Stipendien schützen vor Armut und stärken Familien.

Stipendien sind ein bewährtes Mittel, um allen den Zugang zu einer hochstehenden Ausbildung zu ermöglichen. Somit sind sie ein sinnvolles Werkzeug, um Armut und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Der Wert einer guten Ausbildung ist erwiesen: Wer gut ausgebildet ist, findet leichter Arbeit und braucht keine Sozialhilfe.

Somit begrüssen wir, dass das Zugangsverfahren für den Erhalt von Stipendien nun vereinfacht und transparenter wird. Ein wichtiger Schritt ist sicher, dass nun auch junge Menschen aus der Berufsbildung Zugang zu Stipendien erhalten. Dies stärkt unser duales Bildungssystem und erfüllt eine der Kernforderungen der CVP aus ihrem Vorstosspaket. Besonders wichtig ist die Berechnung der Beiträge. Wir begrüssen, dass die Höhe des Beitrages anhand des Familienbudgets und des persönlichen Budgets berechnet wird, fordern jedoch weiterhin eine Beschränkung der Elternbeiträge. Als nächste Angehörige werden sie bei Stipendiengesuche zu stark gefordert, besonders bei Personen in Ausbildung, welche das 25. Altersjahr überschritten haben.

Wichtiger Schritt für Vereinbarkeit von Familie und Beruf fehlt
Es darf nicht vergessen werden, dass Stipendien auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Sie ermöglichen Eltern, die ihren Beruf zugunsten der wertvollen Familienarbeit zurückgestellt haben, vereinfacht Zugang zu Weiterbildungen, in denen sie ihr veraltertes Berufswissen wieder auffrischen können. Daher forderte die CVP bereits 2009 (PI 387/2009), dass die Altersguillotine von 45 Jahre auf 50 angehoben wird, da sie sonst vielen Eltern diese Möglichkeit verwehrt. Aber leider sieht auch die neue Verordnung vor, dass ab dem 35. Lebensjahr nur noch Darlehen bezogen werden können. Die CVP wird sich daher weiterhin für dieses Anliegen einsetzen müssen. Darlehen sind ein wichtiges Mittel, welches mit mehr Flexibilität sicher besser genutzt werden könnte. Doch gerade für Mütter oder Väter mit tiefen Einkommen sind sie keine Lösung.

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