29.05.2020 / Communiqués / Bildung und Forschung /

Vorgaben des Bundesrates unverständlich – Bildungsdirektorin setzt sich für Schülerinnen und Schüler ein

Heute hat Bildungsdirektorin Silvia Steiner die Massnahmen zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes vorgestellt. Dank dem Engagement der EDK-Präsidentin kann der Präsenzunterricht ab 8. Juni 2020 nun auf allen Stufen wieder aufgenommen werden.

Auf Grund der ausserordentlichen Lage konnte der Schulbetrieb seit Mitte März nur noch im Fernunterricht erteilt werden. Während die Volksschule vor drei Wochen zum Halbklassen-Unterricht wechselte, galt für Mittel- und Berufsschulen weiterhin Homeschooling. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass eine Ansteckungswelle ausgeblieben ist. Somit dürfen nun alle Kinder der Volksschule wieder Vollzeit am Schulunterricht teilnehmen und ebenso die Schülerinnen und Schüler des Untergymnasiums. Die Rückmeldungen zum Halbklassenunterricht haben bestätigt, dass dieser den Lehrpersonen es ermöglicht hat, individueller auf die Bedürfnisse der Kinder- und Jugendlichen einzugehen. Allfällig entstandene Lücken, konnten so besser aufgefangen werden. Im Sinne der Chancengerechtigkeit hat die CVP den Entscheid der Bildungsdirektorin Silvia Steiner betreffend Halbklassen-Unterricht stets mitgetragen.

Die CVP begrüsst die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes für die Mittel- und Berufsfachschulen. Unserer Ansicht nach hätte der Unterricht in ganzen Klassen aufgenommen werden sollen. Doch verunmöglichen es die 4-Quadratmeter-Vorgaben des Bundesrates dies. Diese Vorgaben sind unverständlich und stehen im Vergleich zu Abstandsregeln in anderen Lebensbereichen quer in der Landschaft. Daher muss der Unterricht vorerst in Halbklassen stattfinden. Positiv daran ist, dass es für die Lehrpersonen einfacher sein wird, den Wissenstand der einzelnen Schülerinnen und Schüler zu erheben.

Noch herrscht kein Normalzustand. Daher ist es richtig, weiterhin auf Klassenlager oder Projektwochen, die mit Reisen verbunden sind, zu verzichten. Immerhin werden Abschlussveranstaltungen unter Einhaltung der geltenden Vorschriften durchgeführt werden können. Das freut nicht nur die CVP, sondern sicher ganz besonders die Kinder und Jugendlichen.

«Bei allen Entscheiden der Bildungsdirektorin stehen die Interessen der Kinder und Jugendlichen wie auch das Wohl der Lehrpersonen im Vordergrund», führt Fraktionspräsidentin Yvonne Bürgin aus. Die CVP dankt an dieser Stelle der Bildungsdirektorin für das grosse Engagement in dieser schwierigen Zeit. Alle Betroffenen werden sich wohl noch lange an diese ausserordentlichen Wochen erinnern.

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