28.10.2019 / Newslettter / Umwelt und Energie /

Keine Deponie auf Vorrat

Über 80 Prozent der Abfälle werden stofflich und energetisch verwertet. Der Rest aber muss deponiert werden und daher ist eine Deponie das letzte unverzichtbare Glied in der Abfallentsorgung. Der Kanton hat sich in der Richtplanung der letzten Jahre für 15 Standorte entschieden, welche aus über 250 möglichen Varianten sorgfältig geprüft und als geeignet erachtet wurden.

Dass die Bevölkerung Deponien kritisch gegenüber steht, ist nachvollziehbar. Vor allem, wenn damit eine Abholzung geplant ist. Für eine langfristige Sicherung von Versorgung und Entsorgung sind wir jedoch auf eine kantonale Gesamtplanung angewiesen.
Die CVP setzte sich für einen Minderheitsantrag ein, der verlangt, dass im Tägernauer Holz die Deponie erst dann ausgebaut wird, wenn alle anderen Kapazitäten im Kanton ausgeschöpft sind. Mit der Etappierung auf mind. drei Etappen soll zudem die Deponie nicht auf Vorrat ausgebaut werden können. „Damit wird richtplanerisch der Standort langfristig gesichert, es werden aber nicht 9 ha Waldfläche auf einen Schlag abgeholzt“, meint Yvonne Bürgin und fügt hinzu: „Unser aller Ziel muss es sein, die Abfallmenge zu reduzieren. Dann werden wir nie das ganze geplante Deponievolumen ausschöpfen müssen und zumindest ein Teil des bestehenden Waldes im Tägernauer Holz kann gerettet werden.“

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