23.08.2019 / Newslettter / Service public & Verkehr /

Versorgung mit ZVV-Verkaufsstellen soll gewährleistet bleiben

Mit einem Postulat, das von der CVP-Kantonsrätin Ruth Ackermann mitunterzeichnet und heute im Rat überwiesen wurde, wird der Regierungsrat gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die Zürcher ZVV-Verkaufsstellen Schwamendinger- und Goldbrunnenplatz weiter betrieben werden. Auf dem Gebiet der Stadt Zürich existieren aktuell 14 ZVV-Verkaufsstellen. Die zwei erwähnten Verkaufsstellen sieht der ZVV nun zur Schliessung vor. Selbstverständlich muss auch der ZVV auf die Kosten achten, aber dass ausgerechnet die beiden peripheren Verkaufsstellen aufgegeben werden sollen, ist unverständlich: 7 der 14 Verkaufsstellen liegen nämlich in der Innenstadt, teils in unmittelbarer Nähe zueinander. Die Verkaufsstelle am Goldbrunnenplatz ist die einzige im Stadtkreis 3. Und vor der Verkaufsstelle im Bahnhof Oerlikon, zu welcher die Kunden aus Schwamendingen ausweichen sollen, müssen schon heute teils unzumutbar lange Warezeiten in Kauf genommen werden.
Der ZVV-Grundsatz, wonach eine ZVV-Verkaufsstelle innerhalb von 25 Minuten Reisezeit erreichbar sein soll, ist über den ganzen Kanton gesehen nicht falsch. Gleichberechtigt neben diesem Grundsatz wären jedoch die Bevölkerungsdichte, die Anzahl zu versorgender Menschen, die absehbare Bevölkerungsentwicklung und die Kapazitäten im Einzugsgebiet einer Verkaufsstelle ebenfalls zu berücksichtigen. Dies scheint in der Zürcher Innenstadt so gehandhabt zu werden. In der koordinierten Betrachtung dieser Prinzipien lassen sich jedoch die geplanten Schliessungen der Verkaufsstellen Goldbrunnen- und Schwamendingerplatz nicht aufrechterhalten. Leider hat der ZVV nicht abgewartet bis unser Postulat im Kantonsrat diskutiert werden konnte, sondern hat die beiden Verkaufsstellen am Schwamendinger- und Goldbrunnenplatz bereits geschlossen.

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