09.07.2019 / Newslettter / Service public & Verkehr /

Nachtflugverbot: nur in Einzelfällen verletzt

Mit einem Postulat sollte der Regierungsrat beauftragt werden, Massnahmen gegen die zunehmende Zahl der Verletzungen des Nachtflugverbots einzuleiten. Am Flughafen Zürich gilt das Nachtflugverbot von 23.30 bis 6.00 Uhr. Gelandet kann dann nur in ausserordentlichen Situationen und es bedarf einer Ausnahmebewilligung. Die Zeit zwischen 23.00 und 23.30 Uhr dient dem Verspätungsabbau, es kann ohne Bewilligung gestartet bzw. gelandet werden. Die Flüge, die tatsächlich das Nachtflugverbot verletzen, können an einer Hand abgezählt werden. Von einer «zunehmenden Zahl der Verletzungen des Nachtflugverbots», wie die Postulanten schreiben, kann nicht die Rede sein. Allerdings muss angenommen werden, dass in der Zwischenzeit der Verspätungsabbau aufgrund des engen Flugplans zur Normalität geworden ist. Aber Hand aufs Herz: Wir stören uns nur an Flugzeugen, in denen wir nicht selber sitzen!
Der Flughafen Zürich mit seiner Hub-Funktion ist sehr wichtig für unsere Wirtschaft.  Und auch viele von uns schätzen es, von Zürich aus die wichtigsten Städte auf der Welt direkt  erreichen zu können. Es ist wichtig, dass die Entwicklungsmöglichkeiten des Flughafens Zürich nicht zu sehr eingeschränkt werden und dass die internationale Anbindung und Erreichbarkeit des Kantons Zürich und der Schweiz nicht zu sehr gefährdet wird. Der Regierungsrat als Mehrheitsaktionär der Flughafen Zürich AG tut gut daran, auch in Zukunft für vernünftige Rahmenbedingungen zu sorgen. Denn dadurch ist sichergestellt, dass der Flughafen seine Funktion als Hub auch weiterhin wahrnehmen kann. Von einem konkurrenzfähigen und profitablen Flughafen profitiert der Kanton auch in Form von Steuer- und Dividendenzahlungen. Die CVP wie auch die Ratsmehrheit lehnte die Überweisung des Postulats ab.

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