21.09.2017 / Communiqués / Gesundheit /

Medienmitteilung zur Ombudsstelle Klinik Hirslanden: CVP begrüsst das proaktive Vorgehen

Die CVP begrüsst das proaktive Vorgehen der Hirslanden Gruppe bei der Einrichtung einer unabhängigen Ombudsstelle für Patienten.

Der Vorwurf, dass die Hirslanden Gruppe ihre prozentuale Auslastung an nicht zusatzversicherte Patientinnen und Patienten bewusst bei 25% tief hält, steht im Raume. Nicht nur sollen Patientinnen und Patienten aufgefordert werden, sondern auch die zuweisenden Ärztinnen und Ärzte sowie die Belegärzte. Denn es sind vorwiegend sie, die gegebenenfalls mit Rückweisungen oder langen Wartezeiten konfrontiert werden und deshalb auf eine Einweisung in ein anderes Spital ausweichen. Zudem verlangt die CVP, dass mehr Transparenz über die Entgeltung der Belegärzte für die Behandlung von Allgemeinversicherten geschaffen wird. Der Vorwurf, dass Entgeltungen bewusst tief gehalten werden im Vergleich zu anderen Spitälern, um sozusagen über dieses negative Anreizsystem Belegärzte in ihrer Behandlung von Allgemeinversicherten zu bestrafen, steht nämlich ebenfalls im Raum.

„Ich bin mir bewusst, dass das Hirslanden mit diesem löblichen Vorgehen auf den politischen Druck reagiert, der eine Mindestquote an Allgemeinpatienten im Gesetz fordert“, so Lorenz Schmid, CVP Kantonsrat. „Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir im Parlament den Druck reduzieren sollten“, fährt Schmid fort, denn je nach Resultatlage könne auf den Gesetzesvollzug verzichtet werden. Die Mindestquote wird gefordert, da Spitäler mit Fokus auf Zusatzversicherte, sprich mit bewusst tiefem Anteil an Allgemeinversicherten, grosse Gewinne erzielen, die, aufgrund des Staatsbeitrags für Spitäler auf der Spitalliste, durch den Staatsbeitrag mitfinanziert sind. Die CVP stellt in Frage, ob gerade aus Sicht des vorsichtigen Einsatzes von öffentlichen Geldern weiterhin Spitäler durch den Staat mitfinanziert werden sollen, die sich gewinnmaximierend auf Zusatzversicherte fokussieren.

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