12.09.2017 / Communiqués / Wirtschaft /

Zürcher KMU-Vertreter für die Altersreform

Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft (AWG) Kanton Zürich sagt aus Sicht der Zürcher KMU Ja zur Altersreform 2020. Die Vorlage erspart den KMU Unsicherheit und unnötige Kosten.

„Als KMU-Vertreter bin ich klar für die Altersreform 2020“, erklärt Markus Bours (Langnau) als Vize-Präsident der AWG Kanton Zürich. Die Gegner scheinen eher ideologisch und parteipolitisch motiviert zu sein. „Aber dann soll man dazu stehen.“

 Das Nein käme den KMU teuer zu stehen

Die AWG hat die Altersreform 2020 auf ihre KMU-Verträglichkeit geprüft und zieht eine positive Bilanz. „Das liegt eindeutig daran, dass sechs Jahre lang an dieser Vorlage gearbeitet wurde und die Anliegen aus allen Kreisen berücksichtigt wurden“, sagt Nationalrätin Barbara Schmid-Federer, Mitglied der AWG.

Was die Zürcher KMU-Wirtschaft bei einem Nein zuerst spüren würden, wäre die Mehrwertsteuerumstellung. Vorgesehen ist in der Reform, dass die heute für die IV reservierten 0.3 Prozentpunkte per anfangs 2018 in die AHV umgeleitet würden. „Bei einem Nein müssten alle Betriebe in der Schweiz innert drei Monaten eine Umstellung auf 7.7 Prozentpunkte realisieren. Das schafft einmalige, unnötige Kosten für die Wirtschaft von 300 bis 400 Millionen Franken.“

 Forderungen der Wirtschaft erfüllt!

Die AWG hat kein Verständnis für die Opposition aus den Deutschschweizer Gewerbekreisen. In der Westschweiz steht die Wirtschaft auch hinter der Reform. „Die wichtigsten Forderungen der Wirtschaft und der modernen Arbeitswelt sind in der Reform drin“, sagt Markus Bours. Etwa das gleiche Rentenalter für Mann und Frau, die Besserstellung der Teilzeit­beschäftigten oder die Möglichkeit zur schrittweisen Pensionierung. Bours: „Teilzeitarbeit und Arbeiten im Alter wird so attraktiver und so können wir den bestehenden Pool an Fachkräfte mit Erfahrung länger im Arbeitsmarkt behalten.“

Weitere erfüllte Forderungen der Wirtschaft sind die Senkung des BVG-Umwandlungssatzes von 6.8 auf 6.0 Prozent oder die faire Zahlung von je 0.15 Prozent höhere Lohnbeiträge durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den AHV-Fonds.

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