16.12.2016 / Communiqués / Service public & Verkehr /

Neuausrichtung des ZFI gefordert

Der neue Bericht des Flughafens Zürich zeigt, dass die Zahl der lärmge-plagten Personen weiter ansteigt. Schuld daran ist aber nicht der Flugbe-trieb. Dieser bleibt stabil. Ursache dafür ist das Bevölkerungswachstum rund um den Flughafen. Damit wird ein Konstruktionsfehler sichtbar, auf den die CVP schon mehrfach hinwies. Der ZFI berücksichtigt die Entwicklung in der Flughafenregion, die nota bene mit dem kantonalen Richtplan angestrebt wird, zu wenig. Daher fordert sie jetzt in einem Postulat die Neuausrichtung des ZFI.

Seit seiner Einführung 2008 wurde der ZFI regelmässig überschritten. Im Jahr 2015 überschritt er den Richtwert (47’000) um fast 15’000 Personen. Das ist nicht erfreulich, hängt aber mit der Tatsache zusammen, dass der ZFI als Instrument zur Begrenzung der Anzahl der vom Fluglärm gestörten Personen nur bedingt tauglich ist. Daher fordert Corinne Thomet (CVP) zusammen mit Ann Barbara Franzen (FDP) und Jürg Trachsel (SVP) vom Regierungsrat aufzuzeigen, wie der ZFI auf die im kantonale Richtplan vorgesehene Siedlungsentwicklung ausgerichtet werden kann. „Es ist wichtig, dass wir jetzt handeln“, so Corinne Thomet. „Das für die Überschreitung des Richtwerts massgebliche Bevökerungswachstum findet vor allem dort statt, wo es nach der kantonalen Raumplanung gewünscht ist.“ Das Postulat wird am nächsten Montag eingereicht. Es ist sicherzustellen, dass das Monitoring des Fluglärmes relevante Schlussfolgerungen zulassen kann.

Flughafen wichtig für den Standort Zürich

Die CVP Kanton Zürich hat sich immer deutlich für den Flughafen Zürich ausgesprochen. Als einziges internationales Drehkreuz der Schweiz gehört er zur nationalen Schlüsselinfrastruktur. Er muss daher auch in Zukunft moderat wachsen können. Gleichzeitung muss die Bevölkerung vor den negativen Folgen des Lärms geschützt werden. Das Postulat fordert daher, dass der ZFI so weiter zu entwickeln ist, dass sowohl eine moderate Entwicklung des Flughafens wie auch die gewünschte Siedlungsentwicklung gewährleistet werden kann.

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